Das 1965 im Auftrag der Deutschen Gesellschaft für Pathologie von Prof. Dr. Dr. h.c. Karl Lennert gegründete Kieler Lymphknotenregister (LKR) Kiel dient der Diagnose, Dokumentation und Erforschung von Erkrankungen des hämo-lymphatischen Systems. In Personalunion bildet das Register einen wesentlichen Teil der Sektion für Hämatopathologie. Zwischen 1990 und 2005 wurde das Lymphknotenregister von Prof. Dr. Dr. h.c. Reza Parwaresch (†) geleitet. Von November 2005 bis Juni 2008 hatte Prof. Dr. Hans-Heinrich Wacker die Leitung des Registers inne. Seit Juli 2008 ist PD Dr. Wolfram Klapper der Leiter des Lymphknotenregisters.
Inzwischen sind über 250.000 Patienten mit diesen Erkrankungen nach modernen Gesichtspunkten analysiert, dokumentiert und archiviert worden. Zu den wesentlichen Aufgaben des LKR Kiel gehört die referenzpathologische Betreuung von universitären, kommunalen und frei praktizierenden Pathologischen Instituten, onkologischen Kliniken und Hämatoonkologen. Das Institut ist integriert in das Kompetenznetz Maligne Lymphome, in dessen Rahmen eine enge Kooperation der weiteren deutschen Referenzpathologien, Studienzentralen und dem Statistischen Institut Leipzig stattfindet. Das LKR beteiligt sich aktiv an zahlreichen nationalen und internationalen Therapiestudien.