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Institut für Pathologie, Sektion Hämatopathologie und Lymphknotenregister – Kiel 

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Referenzzentrum

Referenzzentrum

In der Diagnostik maligner Lymphome ergänzen sich Histologie, Immunhistochemie, molekularpathologische Verfahren, Zytogenetik und Durchflusszytometrie (FACS), wobei jede Technik ihre Vorteile und Limitierungen aufweist. Die Diagnose eines malignen Lymphoms beruht in erster Linie auf einer histologischen und immunhistochemischen Analyse von befallenem Gewebe.

Die technischen Anforderungen, die nach heutigen Standards für die Diagnose maligner Lymphome und deren exakte Klassifikation notwendig sind, sind bereits enorm und werden durch neue molekularpathologische Tests in der Zukunft noch komplexer werden. Eine normale allgemeinpathologische Praxis kann die große Zahl an Spezialmethoden häufig nicht mehr vollständig leisten. Aus diesem Grunde wurde schon vor vielen Jahren in Deutschland ein System aus 6 Konsultations- und Referenzzentren für Lymphomdiagnostik eingeführt (Berlin, Frankfurt, Kiel, Lübeck, Würzburg, Ulm). Von allen Lymphompatienten, die in Deutschland in einer klinischen Studie behandelt werden, wird eine referenzpathologische Diagnose von einem der Referenzzentren gefordert. Die Dienste der Referenzzentren werden darüber hinaus von Klinikern und Pathologen für schwierige Fälle außerhalb der klinischen Studien in Anspruch genommen.

Tumorfrischmaterial im LKR

Seit 1965 werden frische Tumorproben bundesweit bei der operativen Entnahme eingeholt und in flüssigem Stickstoff schockgefroren und kryokonserviert. Bei allen Proben handelt es sich um morphologisch, immunphänotypisch und genotypisch verläßlich definierte Diagnosen. Damit liegt im LKR Kiel eine der größten Frisch-Tumorbanken vor, in der gleichzeitig extrahierte DNA und z.T. auch Proteinproben aufbewahrt werden. Im Rahmen zahlreicher Forschungsprojekte wird das Frischmaterial mit den modernsten molekularbiologischen Methoden bearbeitet, um die Entstehung, Diagnose und Therapie maligner Lymphome zu erforschen. Die Deutsche Krebshilfe fördert die Arbeit und die Gewinnung von Tumorfrischmaterial im Rahmen des Verbundprojektes „Molekulare Mechanismen bei malignen Lymphomen". Hinweise zur Anforderung kostenloser Trockeneispakete und Versandanweisungen  finden sie hier.  Pfeil_rechts_rot Frischmaterialversand [pdf]  Informationen und Einwilligungserklärungen für Patienten finden sie hier. Pfeil_rechts_rot Patientenaufklärung und Einwilligung [pdf]

Das Lymphknotenregister Kiel ist Referenzzentrum für alle deutschen Lymphomstudien und mit der Leitung der Referenzpathologie der deutschen Studie für niedrigmaligne Lymphome (GLSG) des europäischen Mantle Cell Lymphoma Network und der deutschen Studien für pädiatrische Lymphome betraut. Es werden regelmäßig Treffen deutscher und europäischer Referenzpathologen zu Panel-Sitzungen in Kiel mit gemeinsamer Analyse von Lymphomfällen durchgeführt.

Europäisches Mantelzell-Lymphom-Treffen im Herbst 2005 in Kiel:

MCL-Panel Herbst 2005

Zurück  Diese Seite drucken letzte Änderung: 
19.12.2006
verantwortlich für diese Seite: 
Hämatopathologie Kiel

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