Klinik für Neurochirurgie UK S-H Campus Kiel | ||||
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Unter den Tumoren des Nervensystems findet sich eine Vielzahl verschiedener Geschwulste mit ganz unterschiedlichen biologischen Eigenschaften, die aus Strukturen des zentralen und peripheren Nervensystems oder seiner Hüllen erwachsen. Astrozytome, Glioblastome Astozytome sind hirneigene Tumore, die vermutlich aus den Stützzellen des Nervensystems, den Astrozyten, entstehen. Nach dem Erscheinungsbild unter dem Mikroskop werden nach der WHO (Weltgesundheitsorganisation) vier Malignitätsgrade unterschieden. Das Spektrum dieser Tumoren reicht damit von gutartigen, relativ gut abgrenzbaren Tumoren, wie dem pilozytischen Astrozytom des Kindesalters (Grad 1) bis zum invasiven, rezidivierenden Astrozytom (=Glioblastom, Grad 4). Die Behandlung besteht zumeist in einer operativen Entfernung, bei höhergradigen Tumoren wird eine Strahlentherapie angeschlossen. Meningeome Diese, in über 95% der Fälle gutartigen Tumore, finden sich zumeist im Schädelinneren, seltener auch im Rückenmarkskanal. Meningeome wachsen in aller Regel sehr langsam, führen aber aufgrund des begrenzten Raumes im starren Schädelinneren oder im Spinalkanal zur Kompression des Gehirn mit neurologischen Funktionsstörungen. Die Behandlung der Wahl ist die operative Entfernung, in Einzelfällen kann auch eine abwartende Haltung sinvvoll sein. Bei rezidivierenden Meningeomen, vor allem an schlecht zugänglichen Stellen, kommt auch eine adjuvante Strahlentherapie in Betracht. Akustikusneurinome Dabei handelt es sich um einen gutartigen Tumor, der vom Gehörnerv ausgeht und häufig durch einen einseitigen Hörverlust, Tinnitus und Schwindel auffällt. Später kann auch eine Gesichtslähmung und eine Gangstörung eintreten. Die Tumore können operativ entfernt oder, bei geringer Größe, auch stereotaktische bestrahlt werden. Bei vollständiger Entfernung sind Rezidive selten. Im folgenden finden Sie einen Link zur Vereinigung Akustikusneurinom: Maligne periphere Nervenscheidentumore (MPNST) Diese Tumorart ist sehr selten und wird daher häufig erst spät erkannt. Es handelt sich um bösartige Tumoren, die von Anteilen der Nervenscheidenen peripherer Nerven ausgehen. Sie neigen zu lokalen Rezidiven und können auch metastasieren. Die Behandlung der Wahl ist die möglichst vollständige operative Entfernung und die anschließende Strahlentherapie. Ansprechpartner: Priv.-Doz. Dr. med. A. Stark (starka@nch.uni-kiel.de) Spinale Tumore Tumore der Wirbelsäule werden nach ihrer Lage in extradurale Läsionen (zumeist Knochenmetastasen), intradurale extramedulläre (v.a. Neurinome, Meningeome) und intramedulläre Tumore ( Gliome, Ependymome, Angioblastome) unterteilt. Die Behandlung richtet sich nach der Tumorart, der -lage und natürlich der Symptomatik. Intraoperativ erfolgt die Entfernung unter dem Mikroskop, ein elektrophysiologisches Monitoring kann verwendet werden. An die operative behandlung kann ggf. eine Strahlentherapie angeschlossen werden. | ||||
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