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LEWIS hilft im Umgang mit Frühgeborenen

11.07.2019

Das Team des Perinatalzentrums der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck, freut sich über Verstärkung durch LEWIS, einen kleinen Helfer der besonderen Art: Dabei handelt es sich um eine lebensecht wirkende Puppe, die in Aussehen, Größe und Gewicht einem Frühgeborenen der 28 Schwangerschaftswoche entspricht und somit weniger als ein Kilogramm Gewicht auf die Waage bringt. Mit LEWIS lässt sich Eltern von Frühgeborenen während des stationären Aufenthaltes der praktische Umgang wie z.B. Lagerungsgriffe vermitteln, bevor sie diese im Umgang mit ihren eigenen Kindern selber zur Anwendung bringen.

„Aufgrund der Rückmeldung von betroffenen Eltern wissen wir, dass diese anfangs sehr verunsichert sind. Sie haben beispielsweise oftmals Angst, den nach der Geburt zerbrechlich wirkenden Babys weh zu tun, wenn sie ein Frühgeborenes anfassen. Mit LEWIS lassen sich diese Berührungsängste abbauen und die Kompetenzen der Eltern beim Versorgen ihrer Kinder stärken,“ berichtet Barbara Mitschdörfer, Vorstandsvorsitzende des Bundesverbandes „Das frühgeborene Kind e.V.“, der das Projekt „LEWIS-Puppen“ bundesweit bereits vor einigen Jahren aus diesem Grund ins Leben gerufen hat.

Die Nachfrage seitens der Kliniken ist groß. Die Puppen werden von einer Gruppe von Künstlerinnen rund um Ursula Kornhäuser in Handarbeit gefertigt. Jede Puppe ist ein Unikat. Bis zur Fertigstellung vergehen mehr als 100 Stunden. Sie sind bis ins Detail ausgearbeitet, um kleinen Frühgeborenen möglichst ähnlich zu sein und lassen daher beispielsweise zarte Adern, Hautrötungen und Fingernägel erkennen. Auch feine Wimpern und Haare werden eingearbeitet.

Zur Vorbereitung von werdenden Eltern bei drohender Frühgeburt eignet sich die kleine Puppe ebenfalls, um diese besser darauf vorbereiten zu können, was sie nachgeburtlich erwartet. „Viele Eltern sorgen sich vor der ersten Begegnung mit einem ‚unfertigen‘ Baby“, sagt Barbara Mitschdörfer. „Auch hier kann LEWIS dazu beitragen, Ängste abzubauen und falschen Vorstellungen über das Aussehen von Frühchen entgegen zu treten.“

Die Anschaffung der Frühchen-Puppe LEWIS wurde dankenswerterweise durch Spenden ermöglicht. „Wir sind uns sicher, dass LEWIS auch in Lübeck dazu beitragen wird, betroffene Familien noch besser auf den Umgang mit ihrem Frühchen vorzubereiten und für den weiteren Lebensweg zu stärken“, sagt Prof. Dr. Egbert Herting, Direktor der Klinik für Kinder und Jugendmedizin, und bedankte sich im Name des Team des Perinatalzentrums. In dem hochmodernen Neubau des Eltern-Kind Zentrum werden jährlich etwa 80 Frühgeborene mit einem Geburtsgewicht unter 1.500 Gramm in einem familienzentrierten Ansatz versorgt.

Für Rückfragen steht zur Verfügung:

Bild von Egbert Herting
Prof. Dr. Egbert Herting
Klinik für Kinder- und Jugendmedizin
Direktor
Telefon Lübeck: 0451 500-42800 | Fax: -42804
 
Bilder zum Thema:
Bild 1
Mit LEWIS lässt sich Eltern von Frühgeborenen während des stationären Aufenthaltes der praktische Umgang wie z.B. Lagerungsgriffe vermitteln.
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Bild 2
Freude über das neue Angebot für Eltern (v.l.): Silke Mittelstädt, Dr. Pia Paul, Dr. Karin Hanke, Doreen Peplinski, Barbara Mitschdörfer, Prof. Dr. Egbert Herting und Prof. Christoph Härtel.
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Verantwortlich für diese Presseinformation:

Oliver Grieve, Pressesprecher des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein,
Mobil: 0173 4055 000, E-Mail: oliver.grieve@uksh.de

  • Campus Kiel, Arnold-Heller-Straße 3, Haus 31, 24105 Kiel,
    Tel.: 0431 500-10700, Fax: 0431 500-10704
  • Campus Lübeck, Ratzeburger Allee 160, 23538 Lübeck,
    Tel.: 0451 500-10700, Fax: 0451 500-10708