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Rückblick auf den UCCSH Patiententag Onkologie am Campus Lübeck

Mittwoch, 23. Juli 2025

Die Diagnose Krebs bringt viele Fragen und Unsicherheiten mit sich. Der Patiententag Onkologie am Campus Lübeck hielt am Sonnabend, 19. Juli, Antworten parat und bot Austauschmöglichkeiten mit Expertinnen und Experten. An diesem Tag standen vor allem zwei Themen im Mittelpunkt, die sowohl Patientinnen und  Patienten, als auch Angehörigen im Verlauf einer Krebserkrankung sowie in der Nachsorge begegnen: die Kommunikation zwischen medizinischem Personal und Patient:innen und die Suche nach vertrauenswürdigen Informationen im Internet.

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Prof. Nikolas von Bubnoff und Prof. Cyrus Khandanpour, Vorstandsmitglieder des Universitären Cancer Centers Schleswig-Holstein (UCCSH), eröffneten die Veranstaltung und hoben die Bedeutung des UCCSH als führendes, überregionales Krebszentrum in Schleswig-Holstein mit einem landesweiten Netzwerk aus regional  en Krankenhäusern und onkologischen Praxen hervor. Das UCCSH vereint alle onkologischen Einrichtungen des UKSH und der Universitäten Kiel und Lübeck und bietet Patientinnen und Patienten mit bösartigen Tumorerkrankungen eine interdisziplinäre Versorgung auf höchstem Niveau.

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Die Sprecherin und der Sprecher des UCCSH Patientenbeirats Christine Asmussen und Manfred Hanemann moderierten dann durch die Veranstaltung. Mareike Barkmann, Psychoonkologin am Zentrum für Integrative Psychiatrie (ZIP), stellte die Kommunikation zwischen Ärztinnen und Ärzten und Patientinnen und Patienten aus psychoonkologischen Sicht vor. Dabei ist Sie auch auf Tipps eingegangen, wie Patientinnen und Patienten sich auf ein Gespräch vorbereiten können und in der Entscheidungsfindung gestärkt werden. Daran anknüpfend hat Prof. Friedemann Geiger, Leitung Institut für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie, das Programm SHARE TO CARE zur gemeinsamen Entscheidungsfindung vorgestellt.

Hilfreiche Tipps, wie man sichere Informationen zu Therapien und onkologischen Erkrankungen im Netz findet, hat Dr. Susanne Weg-Remers, Leiterin des Krebsinformationsdienstes des DKFZ, vorgestellt. Anschließend haben Antonia Lucas, Koordinatorin für Outreach und Netzwerkkommunikation am UCCSH, und Klaus Eisenbeisz, Vorsitzender des Vereins Myelom online, über Chancen und Risiken von Sozialen Medien diskutiert. So wurde ein breites Bild vermittelt, wie man sich online austauschen kann und seriöse Informationen erhält.

Nach den umfassenden Vorträgen stand ein ausgewogener Imbiss zur Stärkung bereit. Das sorgte für eine lockere Atmosphäre, in der sich Betroffene mit Expertinnen und Experten austauschen konnten. An den Ständen von dem UKSH Gesundheitsforum, der Frauenselbsthilfe, Myelom online und dem Institut für Ernährungsmedizin haben kompetente Ansprechpersonen weitere Informationen vermittelt.

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Zum Abschluss der Veranstaltung konnten die Interessierten noch einen Blick „hinter die Kulissen“ erhaschen und praktische Tipps zu Ernährung sowie zu Sport und Bewegung bei Krebs einsammeln. Bei der Führung zeigte Prof. Khandanpour Labore für die Krebsforschung und erläuterte, wie die interdisziplinäre Forschung am UCCSH abläuft. Daniel Vondran, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Ernährungsmedizin, erklärte, welche Rolle die Ernährung für an Krebs erkrankte Menschen hat und hat anhand von Beispielen aufgezeigt, wie man einen erhöhten Proteinbedarf decken kann. Zu guter Letzt hat PD Dr. Inga Buchmann, Sektionsleitung Nuklearmedizin, ihre Leidenschaft für Sport geteilt und vorgestellt, welche positive Auswirkungen eine moderate Belastung während und nach einer Krebstherapie mit sich bringt. Dabei machte sie auch auf die dank Spenden kostenlosen Angebote der Vital Bewegung am Campus Lübeck aufmerksam: Vital-Bewegung Campus Lübeck

Das UCCSH dankt allen Teilnehmenden für Ihr Kommen und das Engagement.