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Diagnostik

Bei Patientinnen und Patienten mit Tumorerkrankungen der Lunge ist eine umfangreiche Lungenfunktionsdiagnostik vor jeder Therapieentscheidung wesentlich. Es wird geklärt ob eine Patientin oder ein Patient aufgrund von einer vorbestehenden Lungenfunktionseinschränkung überhaupt operabel ist und wenn, in welchem Umfang.

Im Rahmen der Diagnostik kann auch die zu erwartende Lungenfunktion nach der Operation gut abgeschätzt werden, was für die Therapieplanung durch die Ärztinnen und Ärzte und für die Entscheidungsfindung unserer Patientinnen und Patienten sehr wichtig ist. So sind eine sichere Indikationsstellung, eine individuelle Therapieauswahl und eine umfängliche Beratung stets möglich.

Das Lungenkrebszentrum am Campus Kiel bietet das gesamte Spektrum der Lungenfunktionsdiagnostik an. Dazu gehören z.B. die Bodyplethysmographie, Spirometrie, Diffusionskapazitätsmessung, unspezifische Provokationstests, Messung der Atemarbeit, Blutgasanalysen, Lungenultraschall, Spiroergometrie und ultraschallgesteuerte Lungen- und Pleurapunktionen.

In Zusammenarbeit mit weiteren Fachabteilungen am UKSH werden zusätzliche Spezialuntersuchungen bei Lungenerkrankungen ermöglicht. Über die Ambulanzen können kurzfristig alle Untersuchungen angeboten werden. Es steht Ihnen ebenso eine Abteilung für interdisziplinäre Endoskopie nach neuesten technischen und hygienischen Standards zur Verfügung.

Im Vordergrund steht die Diagnostik bei unklaren Lungenveränderungen. Routinemäßig können Gewebeproben mit unterschiedlichen Techniken (Zangen- und Kryobiopsien) aus der Lunge entnommen werden, die unmittelbar der weiteren feingeweblichen Untersuchung zugeführt werden.

Schon im Untersuchungsraum können die gewonnenen Proben mikroskopisch untersucht werden, um bestmöglich Gewebeproben für die weiteren Zelluntersuchungen zu gewinnen. Für die individuelle Tumortherapie sind genetische Untersuchungen der Zellen zunehmend von Bedeutung. Zur Probengewinnung stehen deshalb Kältesonden zur Verfügung, die die Probenqualität weiter verbessern können.

Durch Ultraschalluntersuchungen innerhalb der Lunge (EBUS) können minimalinvasiv und sicher Proben aus Lymphknoten im Brustkorb gewonnen werden, um so, ohne operativen Eingriff, eine Diagnose zu stellen. Bei akuten oder chronischen Infektionen der Lunge erfolgt eine Flüssigkeitsgewinnung aus den kleinsten Atemwegen, so dass umfangreiche mikrobiologische Untersuchungen und eine gezielte Therapie erfolgen können.

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